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Algarve 2017


Rennrad-Trainingswoche mit TV-Radsport-Reporter Peter Leissl vom 18. – 25. März 2017

Nirgendwo auf dem europäischen Festland kommt der Frühling so früh wie an Portugals sonniger Südküste. Deshalb strömen auch die Profi-Rennfahrer regelmäßig bereits im Februar zur Volta ao Algarve und testen ihre Frühform. Taste the Tour ermöglicht seinen Kunden, das spezielle Rennradgefühl zwischen Orangenbaum-Hainen und blühenden Mandelbäumen zu erleben.

Leistungen und Preise:

  • 6 geführte Touren in der Umgebung (zentrale Algarve) zwischen 60 und 130 km Länge
  • Führung durch erfahrenen Guide mit Informationen zu Geographie, Geschichte, Kultur und Sport
  • 7 Übernachtungen im Doppelzimmer im 4-Sterne-Hotel Porto Bay Falésia in Olhos d’Agua (Doppel- als Einzelzimmer gegen Aufpreis)
  • reichhaltiges Frühstücksbuffet
  • tägliche Verpflegung für die Touren (Getränke, Obst und Riegel)
  • 4 x reichhaltiges Büffet zum Abendessen (freie Terminwahl)
  • hauseigener abschließbarer Radkeller
  • bei Ankunft/Abflug Flughafen Faro: Shuttle zum und vom Hotel

Preis pro Person im Doppelzimmer mit Gartenblick: 495.- €

Einzelnutzung Doppelzimmer mit Gartenblick: 639.- €

Preis pro Person im Doppelzimmer mit Meerblick: 615.-€

Einzelnutzung Doppelzimmer mit Meerblick: 759.-€

Buchung bis spätestens 31.01.2017

 

Anreise-Tipps:
Direktflüge Köln-Bonn – Faro und Frankfurt-Hahn – Faro
4 Tägliche Direktflüge aus Deutschland nach Lissabon, Anschlussflüge nach Faro oder Weiterfahrt im Auto (ca. 2 Std.)
Rad-Mitnahme nicht notwendig (Kosten sparen!): vor Ort ein sehr guter Vermieter von Rennrädern (Bikealgarve mit Specialized, Kosten ca. 18 €/Tag). Räder werden, falls gewünscht, direkt zum Hotel gebracht. Wir übernehmen gerne die Bestellung!

 

Ausgangspunkt: Olhos d’Agua, mittlere Algarve

Von Olhos d’Água (Hotel Porto Bay Falésia) erkunden wir die verschiedenen Zonen der Algarve: Litoral, Barrocal und Serra.

Die Küstenregion (Litoral), ein ca. 5 km breiter Streifen, gliedert sich in einen flachen sandigen Ostteil mit Feuchtgebieten und breiten Stränden, und in einen felsigen Westteil mit atemberaubenden Formationen in verschiedensten Farben, der von teils romantischen Buchten weiter untergliedert wird. In etwa an der Grenze zwischen Ost- und Westalgarve liegt unser Stützpunkt, das Hotel Porto Bay Falésia in Olhos d’Água.

Die nördlich der vielbefahrenen Nationalstraße N 125 anschließende Hügelregion (Barrocal) bietet ein intensiv landwirtschaftlich genutztes Gebiet, in dem sich der Rennradfahrer auf deutlich weniger befahrenen Straßen an den Anblicken von Orangenhainen oder Viehweiden erfreuen kann. Malerische Kleinstädte wie Loulé (bekannt für seinen pittoresken Markt) und Silves (ehemalige Kapitale, von einer bedeutenden Festung gekrönt) bieten sich zur Rast bei einem Galão (portugiesischer Milchkaffee) und den leckeren Pastéis de Nata (Süßspeise mit Puddingfüllung) geradezu an.

Noch weiter weg vom Meer, markant hervortretend durch einen Gesteinswechsel, treffen wir auf das kuppige Relief der Serras (Gebirge). Obwohl die 1000-Meter-Grenze nirgendwo überschritten wird, läßt sich die Frühform hier auch an längeren Steigungen testen. Die Serra do Caldeirão im Nordosten wird von ausgedehnten Eukalyptus- und Kiefernwäldern geprägt und ist sehr einsam, wiewohl durch manch außergewöhnlich gute Straße perfekt erschlossen. Die Serra de Monchique im Nordwesten dient den Einheimischen als Sommerfrische, wo man u. a. ausgezeichnete Wildspezialitäten genießen kann. Auf die Foia, einen mit Antennen gepflasterten Granitbuckel, führt eine gut ausgebaute Bergstraße empor auf über 900 Meter Höhe. Der Ausblick reicht bis zur Küste und an klaren Tagen sogar bis zum Cabo São Vicente im Südwesten.

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Tour „Loulé“

Karten von komoot.de
Karten von komoot.de

Diese gut 70 km lange Runde bietet uns einen recht guten Überblick über die zentrale Algarve. Wir rollen uns lange ein, an den ausgedehnten gepflegten Golfanlagen von Vilamoura vorbei und durch den Badeort Quarteira steigt es danach leicht an Richtung Almancil. Das mit tausenden blau-weißen Kacheln ausgekleidete Kirchlein von São Lourenço lohnt einen ersten kurzen Stop. Vorbei am großen Stadion Estadio do Algarve, Schauplatz von Fußball-EM-Spielen 2004, beginnt der Anstieg von Santa Barbara. Die knapp 200 Höhenmeter, südseitig und der Sonne ausgesetzt, lassen den Schweiß erstmals richtig fließen. Oben angelangt drehen wir bald links ab und erreichen über eine weitere Kuppe mit anschließender Abfahrt die Kleinstadt Loulé. Unweit des sehenswerten Markts legen wir eine Kaffeepause ein.

Frisch gestärkt fahren wir hinunter an die geschäftige N 125, die jedoch mit einem breiten asphaltierten Seitenstreifen gut ausgestattet ist für Radfahrer. Der zweite Abstecher Richtung Barrocal führt uns ins hügelige Hinterland von Boliqueime. Die Abfahrt hinunter zur N 125, die wir ein letztes Mal kreuzen, erfreut uns durch ihren landschaftlichen Reiz.

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Tour „Alté und Salir“

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Keine 25 km von der Küste entfernt ticken die Uhren nach einem anderen, deutlich langsameren Rhythmus.

Auf den ersten 30 Kilometern durch üppige Zitrus- und Orangenplantagen fordern uns keine abrupten Steigungsänderungen – es geht nur ganz sachte bergan. Wenn wir nach Osten abbiegen, kommt die markante Kalktafel des Rocha da Pena ins Blickfeld. Im hübschen Örtchen Alté nutzen wir eine stark sprudelnde Quelle zu einer kurzen Rast und können Flüssigkeit auftanken.

Direkt unterhalb des Rocha da Pena erreichen wir auf kleinen Nebenstraßen Salir, ein weiteres dieser malerischen weißen Dörfer im Barrocal. Eine breite Straße führt uns dann leicht ansteigend nach Tor, wo es steil hinab geht ins liebliche Tal des Algibre. Der Kfz-Verkehr ist hier gleich Null. Dann geht’s noch einmal hinauf zum Sattel von Boa Vista, wo die Küste ins Blickfeld kommt. Doch jetzt fordert uns der kurze 10%-ige Anstieg zum Alto de Parragil, dem weithin höchsten Punkt mit fantastischer Fernsicht.

Ein munteres Auf und Ab durch die Hügelzone, inmitten mediterraner Vegetation, rundet diese kurzweilige Tour ab, bei der wir kaum merken, wie viele Höhenmeter wir am Ende in den Beinen haben.

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Silves mit Kathedrale und Burg

Tour „Silves“

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Eine typische Einrolltour, die uns ins westliche Hinterland führt, ohne jedoch entscheidend in die Hügelzone vorzustoßen. Kultureller Höhepunkt ist zweifelsohne das Städtchen Silves, historisches Zentrum der Algarve unter den Mauren.

Wir umrunden Albufeira, den touristischen Hot Spot der Region, auf breiter Ringstraße. Es ist jedoch zu dieser Jahreszeit noch deutlich weniger los, auch auf den Straßen. Am Stadtende ein kurzer knackiger Anstieg, dann verengt sich die vierspurige Straße und es wird ruhiger.

Auf überwiegend flacher bis leicht ansteigender Straße nehmen wir Kurs nach Nordwesten. Nördlich der N 125 passieren wir eine große Golfanlage. Riesige Orangenhaine werden jetzt landschaftsprägend. Auf der ersten längeren Abfahrt taucht hinter einer Kurve plötzlich Silves auf. Das Städtchen wird von einer imposanten Burganlage überragt.

Nach einem kurzen Stopp führt unsere Route entlang einer fruchtbaren Tiefenzone. Es ist die Nahtstelle zwischen Barrocal und Serra. Ein kurzer Abstecher zum Stausee von Arade, verbunden mit etwas kupierterem Gelände, verschafft uns einen Eindruck von der einsamen Bergregion im Norden.

Auf breiter, aber kaum befahrener Straße wendet sich unsere Route nun nach Süden. In und hinter Paderne dann die letzten Steigungen des Tages, bevor sich am Horizont schon wieder der Atlantik zeigt.

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Tour „Serra do Caldeirão“

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Heute stoßen wir besonders tief ins Landesinnere vor. Auf der langen hügeligen Tour in die kaum besiedelte Serra do Caldeirão müssen wir uns die Kräfte gut einteilen.

Los geht’s auf den schon bekannten Pfaden über Boliqueime hinauf zum ersten „Pass“ bei Boa Hora. Die liebliche Landschaft des Barrocal ändert sich hinter Salir, wo das deutlich bewegtere Relief der Serra beginnt. Spätestens hier sind wir so gut wie allein im steten Auf und Ab zwischen Eukalyptus- und Kiefernwäldchen.

In Ameixial treffen wir auf die N2, die historische Fernverbindung zwischen Lissabon und der Algarve, die heute aber fast nur noch vom lokalen Verkehr genutzt wird. Weiterhin bleibt der Straßenverlauf kurvig und hügelig. Wir erreichen den höchsten Punkt bei knapp 600 Metern ü. NN. und wenig später Barranco do Velho mit hübscher Kirche.

Hier beginnt die rasante Abfahrt hinunter nach Querença, die auf prächtig asphaltierter Strasse viel Spass macht. In Loulé können wir uns noch einen Galão genehmigen, wie der Milchkaffee im Glas hier genannt wird. Denn der Rest ist der Strecke ist nur noch Formsache.

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Tour „Monchique“

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Heute wagen wir uns, nach ein paar guten Tagen der Vorbereitung, an eine lange Tour in die Serra de Monchique – dort wo die Algarve am höchsten ist.

Dazu nehmen wir eine möglichst leichte Anfahrt hinein ins Gebirge, an São Bartolomeu vorbei und dann ein Tal hinter ins bereits sehr einsame Gebiet von São Marcos da Serra. Hier können wir wahrscheinlich schon die ersten brütenden Storchenpaare direkt an der Straße bewundern.

Dann drehen wir westwärts und es beginnt ein Auf und Ab, auf einer perfekt asphaltierten breiten Straße, die wir in dieser verlassenen Gegend nie vermutet hätten. Bei Alferce dann beginnt die letzte und längste Steigung hinauf in die gut 400 Meter hoch gelegene Sommerfrische Monchique.

Wer es sich zutraut, kann hier noch den Anstieg zur Foia angehen, dem höchsten Gipfel der Algarve – das wären weitere 500 Höhenmeter auf knapp 10 Kilometern. Dies ginge allerdings auf Kosten der Rast, welche die Gruppe in Monchique ausgiebig genießt.

Gemeinsam geht es dann auf breiter und stärker befahrener Straße hinab Richtung Küste. In Silves ein letzter Kaffeestopp, ehe wir uns an die letzten knapp 30 Kilometer hinüber zu unserem Domizil in Olhos d’Agua machen.

Tour „Cabo São Vicente“

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Dies könnte sehr wohl der Höhepunkt unserer Tage werden: Wir fahren One-Way bis zum südwestlichsten Punkt Europas! Das Cabo São Vicente bricht nach drei Seiten mit beinahe senkrechten Klippen hinab zu einem meist aufgewühlten Ozean.

Wir hoffen auf einen möglichst windstillen Tag, denn gerade die letzten 25 Kilometer sind ungeschützt den Luftströmungen ausgesetzt – und die kommen nun mal oft aus West bis Südwest.

Bis Silves kennen wir die Gegend bereits, und die Strecke verlangt uns wenig ab. Danach ist es schwierig, einen möglichst geraden Kurs Richtung Westen zu verfolgen. Wir meiden so lange wie möglich die stark befahrenen Küstengebiete und finden im Hinterland von Lagos eine wunderschöne ländliche Region vor, mit verschlafen wirkenden Dörfern und Viehweiden.

In Sagres erreichen wir endlich das Meer, danach sind es nur noch wenige Kilometer durch eine immer großartigere Szenerie mit der Steilküste zur Linken. Die letzte Bratwurstbude vor Amerika ist eine relativ junge Attraktion, der Leuchtturm hoch über dem Atlantik steht dagegen schon länger: Wir kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus über diesen den Elementen ausgesetzten Ort.

Wir kehren – das ist ganz sicher – voller neuer Eindrücke per Auto zurück ins Hotel!

Der Strand unweit unseres Hotels
Der Strand unweit unseres Hotels

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